/055/ /Daniel Ramirer: China-Kiste
Wie gewöhnlich trug der Schwiegervater einen Anzug und eine rote Krawatte, was vielleicht damit zusammenhing, daß er der Sohn eines Eisenbahners war und als Vertreter der Sozialdemokraten im Bezirksrat saß.
Als er hörte, daß Schelsky mit dem Textentwurf fertig geworden war, lächelte er, als hätte er einen Kunden vor sich, und bot ihm den einzigen noch freien Sessel an. Er hat ihn bei einem gemeinsamen Mittagessen so nebenbei in der Absicht bestärkt, eine Broschüre herauszugeben, die Kunden vor allem darüber Auskunft geben sollte, was in den Versicherungsbedingungen für viele zu kompliziert festgelegt war. Der Schwiegervater fand, daß er selbst nicht in der Lage war, über papierene Sätze der Versicherungsfachsprache hinauszukommen, die zwar für die Rechtsverbindlichkeit der Versicherungsbedingungen notwendig, jedoch für Laien oft schwer oder gar nicht verständlich waren. Schelsky Aufgabe hatte darin bestanden, diese in „schönes“ Umgangsdeutsch zu übersetzen. Der Text umfaßte zwanzig verschiedene Versicherungsleistungen und begann mit Bauwesen und endete mit Unfall. Dazwischen fanden sich auch Hinweise für Versicherung von Betriebsunterbrechung, von Kühlgut und von Montageschäden.
Der Schwiegervater blätterte den Entwurf schweigend durch und sagte dann: Sascha, ich hab ja gewußt, daß du das bestens erledigen wirst! Er entschuldigte sich dafür, daß er im Moment keine Zeit hatte, ihn genauer durchzulesen und mit Anmerkungen zu versehen.
Danach erhob er sich, klopfte Schelsky mit der Bemerkung auf die Schulter, er habe ihn auch einem früheren Kollegen, jetzt Direktor einer großen Versicherungsanstalt, empfohlen. Da würde sicherlich etwas mehr für ihn herausschauen. Er könne sich gleich dorthin aufmachen, er werde ihn am Telefon ankündigen.
Als er hörte, daß Schelsky mit dem Textentwurf fertig geworden war, lächelte er, als hätte er einen Kunden vor sich, und bot ihm den einzigen noch freien Sessel an. Er hat ihn bei einem gemeinsamen Mittagessen so nebenbei in der Absicht bestärkt, eine Broschüre herauszugeben, die Kunden vor allem darüber Auskunft geben sollte, was in den Versicherungsbedingungen für viele zu kompliziert festgelegt war. Der Schwiegervater fand, daß er selbst nicht in der Lage war, über papierene Sätze der Versicherungsfachsprache hinauszukommen, die zwar für die Rechtsverbindlichkeit der Versicherungsbedingungen notwendig, jedoch für Laien oft schwer oder gar nicht verständlich waren. Schelsky Aufgabe hatte darin bestanden, diese in „schönes“ Umgangsdeutsch zu übersetzen. Der Text umfaßte zwanzig verschiedene Versicherungsleistungen und begann mit Bauwesen und endete mit Unfall. Dazwischen fanden sich auch Hinweise für Versicherung von Betriebsunterbrechung, von Kühlgut und von Montageschäden.
Der Schwiegervater blätterte den Entwurf schweigend durch und sagte dann: Sascha, ich hab ja gewußt, daß du das bestens erledigen wirst! Er entschuldigte sich dafür, daß er im Moment keine Zeit hatte, ihn genauer durchzulesen und mit Anmerkungen zu versehen.
Danach erhob er sich, klopfte Schelsky mit der Bemerkung auf die Schulter, er habe ihn auch einem früheren Kollegen, jetzt Direktor einer großen Versicherungsanstalt, empfohlen. Da würde sicherlich etwas mehr für ihn herausschauen. Er könne sich gleich dorthin aufmachen, er werde ihn am Telefon ankündigen.
Adam Fliege - 2. Apr, 09:38
