[>>]

Dienstag, 3. April 2007

/056/ /Daniel Ramirer: China-Kiste

Daß Schelsky ab und zu für seinen Schwiegervater arbeitete, wurde von beiden als eine reine Männerangelegenheit betrachtet. Schelsky war überzeugt, daß die Frauen nichts davon wußten. Vor allem Margarete sollte davon nichts erfahren, weil er vor ihr nicht zugeben wollte, daß er nun doch mit etwas Außerliterarischem Geld verdiente, noch dazu von ihrem Vater veranlaßt. Und der sollte vielleicht auch seine Schwäche für Schelsky vor seiner Frau nicht offenbaren müssen, die - wie aus vielen Äußerungen zu entnehmen war - von ihrer anfänglichen Meinung noch immer nicht abgerückt war, Schelsky sei eigentlich ein Erbschleicher, der nur darauf wartete, bis sie beide unter der Erde waren, um hernach Margarete systematisch aus dem Haus zu ekeln und sich dieses ganz unter den Nagel zu reißen.

Nachdem Schelsky die Unterlagen für seine weitere Tätigkeit als Werbetexter abgeholt hatte, kehrte er mit Margarete aus der Stadt zurück. Schon über der Reichsbrücke hatte sich die „Diechinesin“ wieder zwischen sie geschoben. Es kam ihm gelegen, daß sich Margarete durch seine Fahrweise ablenken ließ. Er beschleunige zu heftig, warf sie ihm vor, und schon stand er bei der Ampel vor der UNO-City. Er flitzte gern zwischen langsameren Autos hindurch, gab aber der Versuchung durch ihr neues Auto die Schuld, das ja viel mehr PS hatte als ihr gemeinsames altes, das jetzt seines geworden war. Es imponiere ihr keineswegs, wenn er Geschwindigkeitsbeschränkungen mißachte. Das sei pure Angeberei, sein Minderwertigkeitskomplex allen Männern gegenüber, die sich ein stärkeres Auto leisten konnten; und letzten Endes auch ihr gegenüber, die ein solches von ihrem Vater geschenkt bekommen habe. Er wolle das sicherlich nicht gern hören, aber er schmücke sich mit fremden Lorbeeren.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

/107/ /Daniel Ramirer:...
Fang Wei massierte immer wieder ihr rechtes Knie und...
Adam Fliege - 25. Mai, 09:20
/112/ /Daniel Ramirer:...
Als sie danach durch die Rustenschacherallee fuhren,...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:48
/111/ /Daniel Ramirer:...
Ohne auf seine offenkundigen Absichten zu reagieren,...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:45
/110/ /Daniel Ramirer:...
Nach dem Film überraschte Schelsky Fang Wei, indem...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:43
/109/ /Daniel Ramirer:...
Schelsky konnte nun nicht verhindern, einige Momente...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:41
/108/ /Daniel Ramirer:...
Er wählte ihren Mittelfinger und ließ ihn...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:39
/106/ /Daniel Ramirer:...
Als er jetzt die bewundernden Blicke Fang Weis auf...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:35
/105/ /Daniel Ramirer:...
Er mußte an den Religionszwang Margaretes denken,...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:33
/104/ /Daniel Ramirer:...
(11) Für seine Verspätung hatte er mehrere...
Adam Fliege - 22. Mai, 13:27
/085/ /Daniel Ramirer:...
Dann gingen die beiden in die Sauna hinunter. Es war...
Adam Fliege - 3. Mai, 09:54
me too!
me too!
walhalladada - 1. Mai, 13:55
/103/ /Daniel Ramirer:...
Schelsky meinte, Glimpfs Angebot ehre ihn sehr. Man...
Adam Fliege - 30. Apr, 17:54
/102/ /Daniel Ramirer:...
Im Lokal kam Glimpf bald ohne Umschweife zur Sache:...
Adam Fliege - 30. Apr, 17:53
/101/ /Daniel Ramirer:...
Plötzlich stand Fang Wei neben Schelsky, und er...
Adam Fliege - 30. Apr, 17:47

Free Text (1)

Free Text (2)

Free Text (3)

Creative Commons License
Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. adam(dot)fliege(at)gmx(dot)net

Archiv

April 2007
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Suche

 

Status

Online seit 1201 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Apr, 20:52

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)

twoday.net AGB