/086/ /Daniel Ramirer: China-Kiste
- Klar, sagte Robert, wie kann denn eine von diesen entzückenden, aber hilflosen Chinesinnen den Vergleich mit der phantastischen Fu aushalten? Geht nicht! Also wozu der ganze Aufwand? Du mußt deine Fu weiter suchen! Aber wer sagt denn, daß du sie gerade unter Chinesinnen findest? Und vielleicht kommst du, nachdem du weitere 100 Frauen durchprobiert hast, im Alter wieder zu deiner Margarete zurück. Oder - und das ist die viel bessere Variante - die hat sich inzwischen mit dem Mann der einen Chinesin kurzgeschlossen und ist dadurch zur ernsthaften Künstlerin mutiert, und dir bleibt nichts anderes übrig, als sie pausenlos zu loben.
- Vielen Dank für deinen Zynismus, sagte Schelsky.
- In dem Fall kannst du nur auf das blinde Vertrauen in die chinesische Kiste setzen, grinste Robert. Gibt es die übrigens noch?
- Klar. Irgendwo im Keller.
- Dann, sagte Robert, kommt sie auch noch ins Bild.
Sie saßen noch eine Weile in der Sauna, und Schelskys Herz beruhigte sich. Danach kleideten sie sich an, und Schelsky führte Robert in den Keller. Die chinesische Kiste stand dort neben dem Werkzeugkasten, staubbedeckt, unter Spinnweben.
Robert filmte sie von allen Seiten, richtete darauf das Objektiv auf Schelsky und fragte ihn: Willst du sie nicht öffnen? Das wär doch ein Gag!
- Nein!
- Warum nicht?
- Da müßt ich Gewalt anwenden!
- Und das willst du nicht?
- Vielleicht sollte mir vorher jemand sagen, was das bedeutet, was auf der Kiste steht!
- Alles klar, sagte Robert. Wer die Schrift entziffern kann, wird dir vielleicht auch den Weg aus deinem Schlamassel zeigen!
- Vielen Dank für deinen Zynismus, sagte Schelsky.
- In dem Fall kannst du nur auf das blinde Vertrauen in die chinesische Kiste setzen, grinste Robert. Gibt es die übrigens noch?
- Klar. Irgendwo im Keller.
- Dann, sagte Robert, kommt sie auch noch ins Bild.
Sie saßen noch eine Weile in der Sauna, und Schelskys Herz beruhigte sich. Danach kleideten sie sich an, und Schelsky führte Robert in den Keller. Die chinesische Kiste stand dort neben dem Werkzeugkasten, staubbedeckt, unter Spinnweben.
Robert filmte sie von allen Seiten, richtete darauf das Objektiv auf Schelsky und fragte ihn: Willst du sie nicht öffnen? Das wär doch ein Gag!
- Nein!
- Warum nicht?
- Da müßt ich Gewalt anwenden!
- Und das willst du nicht?
- Vielleicht sollte mir vorher jemand sagen, was das bedeutet, was auf der Kiste steht!
- Alles klar, sagte Robert. Wer die Schrift entziffern kann, wird dir vielleicht auch den Weg aus deinem Schlamassel zeigen!
Adam Fliege - 4. Mai, 07:00
